Andrew Mountbatten-Windsor wegen Epstein-Kontakten festgenommen
Andrew Mountbatten-Windsor wurde an seinem 66. Geburtstag von der Thames Valley Police wegen des Verdachts auf Fehlverhalten im öffentlichen Dienst festgenommen. Die Ermittler prüfen Vorwürfe, wonach der ehemalige Prinz zwischen 2001 und 2011 sensible Regierungsdokumente und Investitionsberichte mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein geteilt haben soll. Während Buckingham Palace seine Kooperation mit den Behörden signalisierte, betonte Keir Starmer nach Razzien in Norfolk und Berkshire, dass niemand über dem Gesetz stehe. Diese rechtliche Eskalation folgt auf die Veröffentlichung neuer Dokumente und jahrelange Untersuchungen der Verbindungen des Royals zu dem verstorbenen Finanzier.Die Festnahme erfolgte auf dem Anwesen Sandringham, wo acht Beamte in Zivil und sechs zivile Fahrzeuge während des morgendlichen Einsatzes beobachtet wurden. Weitere Durchsuchungen wurden an Wohnanschriften in Berkshire im Rahmen der Ermittlungen zur mutmaßlichen Weitergabe offizieller Geschäftsberichte durchgeführt. Im Falle einer Verurteilung wegen Fehlverhaltens im öffentlichen Dienst droht dem ehemaligen Royal eine lebenslange Haftstrafe. Die Behörden können den Verdächtigen bis zu 96 Stunden festhalten, während sie entscheiden, ob formelle Anklage gegen ihn erhoben wird.Die Ermittlungen beziehen sich auch auf Behauptungen, dass Jeffrey Epstein eine zweite Frau für eine sexuelle Begegnung mit dem ehemaligen Prinzen in das Vereinigte Königreich geschickt habe. Diese Entwicklungen folgen auf den Suizid von Virginia Giuffre im Jahr 2025, die zuvor im Jahr 2022 eine Klage wegen sexuellen Missbrauchs gegen Andrew Mountbatten-Windsor beigelegt hatte. Charles III., der seinem Bruder 2024 alle königlichen Titel entzog, sieht sich nun erneutem Druck ausgesetzt, für vollständige Transparenz innerhalb der Monarchie zu sorgen. Dokumente legen zudem nahe, dass ein Mitarbeiter von Peter Mandelson Materialien mit dem Finanzier geteilt haben könnte.Der ehemalige Herzog von York hat während des langjährigen Skandals stets seine Unschuld beteuert und jegliches kriminelle Fehlverhalten bestritten. Rechtsexperten weisen darauf hin, dass Fehlverhalten im öffentlichen Dienst den Beweis für einen vorsätzlichen und schwerwiegenden Missbrauch des öffentlichen Vertrauens erfordert. Dies markiert einen beispiellosen rechtlichen Moment in der britischen Geschichte, da ein Mitglied der königlichen Familie für strafrechtliche Ermittlungen in Polizeigewahrsam genommen wurde. Es wird erwartet, dass die Monarchie weitere Updates liefert, da der Fall aktiv bleibt und strengen Berichterstattungsbeschränkungen unterliegt.