Ein Gericht zwingt zur Offenlegung von Unterlagen, die zeigen, dass der regierende Bürgermeister Kai Wegner am Morgen des Stromausfalls im Januar keine offiziellen Gespräche geführt hat und damit frühere Aussagen widerlegt.Die Senatskanzlei bestätigt, dass sein erster telefonischer Einsatz zur Krisenbewältigung erst um 12:45 Uhr erfolgt, nachdem er Textnachrichten gesendet und danach Tennis gespielt hat, und Gespräche mit dem Bundeskanzleramt folgen erst anschließend.Der Stromausfall, verursacht durch einen mutmaßlich linksextremen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke, schneidet etwa 100K Anwohner im Südwesten der Stadt die Versorgung ab und lässt Haushalte tagelang ohne Strom.Die Enthüllungen untergraben das Vertrauen, drücken die Unterstützung für die Christlich Demokratische Union in den
Umfragen und rufen Forderungen nach dem Rücktritt von
Kai Wegner vor der Wahl im September hervor.