Kai Wegner hat seinen Rückzug als Spitzenkandidat der Christlich Demokratischen Union erklärt, zugleich kündigte er an, bis zur Bildung einer neuen Koalition im Amt des Regierenden Bürgermeisters zu bleiben und seine Parteiführung abzugeben. Der Schritt folgt auf gerichtlich angeordnete Unterlagen, die Wegners frühere Darstellung widersprechen, wann er die offizielle Krisensteuerung bei einem durch Brandstiftung an einer Kabelbrücke ausgelösten Stromausfall begann, der Zehntausende ohne Strom ließ, und auf Kritik, dass er betroffene Kieze nicht besucht habe. Die
Kreisvorsitzenden der
CDU und das Landesvorstandsgremium sollen nun einen neuen Spitzenkandidaten bestimmen; Finanzsenator
Stefan Evers gilt als Favorit, nachdem Parteimitglieder und Jugendvertreter Wegner zum Rückzug gedrängt hatten, um die Wahlchancen vor der Wahl am 20. September zu retten.