2 Juli

Polizei Cottbus untersucht Brandanschlag und versuchten Mord an Zelle 79

Die Polizei Cottbus untersucht einen mutmaßlichen Brandanschlag am alternativen Wohnprojekt Zelle 79 und wertet den Angriff als versuchten Mord, nachdem zwei Tatverdächtige, nach Angaben der Ermittler 15 bis 20 Jahre alt und aus der rechtsextremen Szene, Flaschen mit brennbarem Flüssigkeitsgemisch gegen die Fassade warfen und ein kleines Feuer entfachten, das die Einsatzkräfte löschten; verletzt wurde niemand.Der Innenminister des Landes Brandenburg Jan Redmann verurteilt die Anschläge und teilt mit, dass die Landesschutz‑Einheit und die Ermittlungsgruppe Mord eine Sonderermittlungsgruppe gebildet und den Einsatz von Streifen und zivilen Kräften rund um Zelle 79 vor dem Christopher Street Day verstärkt haben.Der Cottbuser Oberbürgermeister Tobias Schick fordert mehr öffentliche Videoüberwachung zur Abschreckung von Extremisten, betont, dass Datenschutz gewährleistet bleiben muss, und fordert Ressourcen und Unterstützung für Opfer, während Aktivisten auf antijüdische Schmierereien, pirotechnische Angriffe und einen Fackelangriff als Zeichen zunehmender rechtsextremer Gewalt verweisen.
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